AZAV-Zertifizierung (Akkreditierungs- und Zulassungsverordnung Arbeitsförderung).

Skepsis angebracht

AZAV-Zertifizierungen (früher AZWV) werden von verschiedenen Instituten angeboten. Für BDVT-Mitglieder erhebt sich die Frage, ob diese Zertifizierung sinnvoll ist. Lesen Sie darüber einen Erfahrungsbericht.

Die AZAV-Zertifizierung ist unumgänglich für Maßnahmen, die von der Bundesagentur für Arbeit gefördert werden sollen. Nicht notwendig ist die AZAV-Zertifizierung für alle, die in ihrer Arbeit nicht auf Förderungen durch die Agentur für Arbeit und staatliche Auftraggeber angewiesen sind.

Qualität in Training, Beratung und Coaching wird durch Aus- und Weiterbildungen der BDVT-Akademie-Institute und durch Prüfsiegel für „BDVT geprüfte Seminare/Methoden“ optimal bestätigt. Diese Qualitätsprüfungen gelten gegenüber Auftraggebern in der Wirtschaft als qualitatives Alleinstellungsmerkmal im Wettbewerb.

Das BDVT-Präsidium warnt in einer Stellungnahme am 11. April 2012 vor einer spontanen AZAV-Akkreditierung und empfiehlt eine sorgfältige betriebswirtschaftliche Prüfung: Die AZAV-Akkreditierung kostet Zeit und Geld und ermöglicht lediglich Zugang zu Maßnahmen, für die Honorare gezahlt werden, die sich aus Sicht des BDVT auf einem beschämend niedrigen Niveau befinden. Das rechnet sich nur für Trainingsinstitute, die auf durch die Agentur für Arbeit geförderte Maßnahmen spezialisiert sind oder einen Großteil ihres Geschäfts damit bestreiten.

April 2012