27.04.2017

Die Digitalisierung – und Ihre Gesichter

Der Begriff Digitalisierung wird gerne in den Raum geworfen, oft hat man das Gefühl, der Begriff ist wie eine wabbernde Wolke ohne konkreten Plan, ohne Ziel, ohne Inhalt. Was aber ist mit Digitalisierung gemeint? Es braucht noch immer eine klare Definition. Oder zumindest ein klares Ziel.

Den Begriff verstehen

Ob Industrie oder unser alltägliches Leben – das Jahr 2016 war eindeutig das Jahr der Digitalisierung. Wie unterschiedlich der Begriff Digitalisierung von Einzelpersonen verstanden wird, zeigt die Bundesregierung bereits 2015 in Ihrer Broschüre:

Was bedeutet Digitalisierung?

Viele sprechen über Digitalisierung. Aber was genau ist damit eigentlich gemeint? Und was bedeutet Digitalisierung für jeden Einzelnen? Antworten gibt die neue Broschüre "Unsere Digitale Agenda für Deutschland". 

Downloadbar unter https://www.bundesregierung.de/Content/DE/Artikel/2015/06/2015-06-02-broschuere-digitale-agenda.html

Die Digitalisierung wird in der Berufswelt zunehmend spürbarer. Mit der Vernetzung von Fabriken und Lieferketten wird der Mensch zum Koordinator einer digitalisierten Produktion. Digitale Hilfsmittel unterstützen den Menschen in den Unternehmen bei zunehmend komplexen Arbeitsabläufen.

Das Ziel kennen

Ein Beispiel für ein gezieltes Digitalisierungsvorhaben:

Die bisherigen per Hand durchgeführten Prozesse zukünftig durch digitale Workflows zu ersetzen, um damit den Austausch zu verkürzen, Verwaltungsaufwand zu reduzieren und Prozesse zu beschleunigen, damit langfristig x Euro eingespart werden können.

Ein solches Szenario hat ein eindeutiges Ziel. Davon braucht es unbedingt mehr!

Die Herausforderung meistern

Die digitale Kompe­tenz der Lehren­den, Trainer, Coaches und Berater ist noch eine Herausforderung, ja einer der größten Heraus­for­de­rungen. Mobile, Smart, Big Data und Learning Analytics sind Trends in der digita­len Arbeitswelt und digitalen Bildung – und insbesondere der Umgang damit. Virtuelle Kommunikation und Austausch wird wichtiger, die Begleitung von virtuellen Prozessen und Strategien sind ebenso ein Thema. Laut einer Studie des Bitkom Digitalverbandes Deutschland gehen 9 von 10 Unternehmen davon aus, dass die Digitalkompetenz genauso wichtig wird wie fachliche oder soziale Kompetenzen. Es ist jedoch noch viel zu tun, um sicherzustellen, dass Services, Netzwerke, Kommunikationstechnologien und Plattformen, mit der entsprechenden Qualität genutzt werden.

Fakten am Rande: Übrigens kommen Impulse für digitale Projekten und Initiativen meist nicht aus der Chefetage, wie ein weiterer Marktbericht der Bitkomm (http://www.bitkom-research.de/epages/63742557.sf/de_DE/?ObjectPath=/Shops/63742557/Products/TCS2016) feststellt.

Autorin: Dr. Sandra Niedermeier, Fachgruppenleitung Digitales, info@sandra-niedermeier.de

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