22.03.2017

Was machen wir eigentlich alles „digital“?

Die digitale Welt – darüber wird viel geredet, aber was macht die Welt eigentlich so digital? Veränderungen gibt es auf vielen Ebenen. Dieses Mal haben wir in unserer Fachgruppe, Stimmen eingesammelt, die einen Eindruck vermitteln sollen, mit welchen Kleinigkeiten sich der Alltag doch ganz sichtbar verändert. Dabei wird deutlich wie unterschiedlich oder auch wie ähnlich das digitale Leben sein kann. Gleichzeitig stellen wir in diesem Blogartikel auch Apps und andere Anwendungen vor, die für Trainer, Coaches oder Berater hilfreich sein können.

"Endlich ohne Zettelwirtschaft! Mit Besitz eines Ipad Pros inkl Pencil ist bei mir das Vorhaben entstanden auf Papier weitestgehend zu verzichten. Dabei hilft mir die überraschend intuitiv funktionierende Technik ungemein. Nur das automatische "Radieren" mit der Rückseite des Pencils wäre noch ein wünschenswertes intuitives Feature. Auf Softwareseite unterstützt die App Good Notes ungemein. Dort erstelle ich Notizbücher zu unterschiedlichen Projekten. Die unschlagbaren Vorteile gegenüber Papier: der Zurückbutton, die Zoom- und Verschiebefunktion sowie das Einfügen anderer Medien wie Fotos, pdfs usw. Und nicht zuletzt verschwindet die chaotische Zettelwirtschaft...Für den Einstieg in das Thema Papierlos hab ich mich zunächst ganz "klassisch" über kurze youtube Videos schlau gemacht: welche Apps gibt es und wie nutze ich sie effizient. Allerdings muss ich zugeben, dass ich in manchen Situationen immer noch gern auf Zettel und Stift zurückgreife. Ganz digital bin ich also trotz intuitiver Technik und offensichtlicher Vorteile (noch) nicht. Für mich gehört auch immer ein Stück Umgewöhnungszeit und Konsequenz im eigenen Verhalten dazu ;-)"  (Dr. Raphaela Schätz, rs (at) raphaelaschaetz.de)

„Sicherlich hast auch du schon eine "Folienschlacht" erlebt und dir überlegt, wie der vermittelte Inhalt auf andere Weise präsentiert werden könnte. Für mich spielen bei einem Vortrag Bilder und Storytelling eine sehr große Rolle. Aber die Möglichkeiten, die mir Power Point dazu bietet, waren mir zu eingeschränkt. Und dann habe ich meinen ersten Vortrag mit Prezi erlebt und war begeistert. Ich hätte mir nie träumen lassen, dass es solche Präsentationsmöglichkeiten gibt. Für einen Vortrag habe ich mich selbst an Prezi gewagt und mir die Technik mit Hilfe von Videos und Hilfebeiträgen erarbeitet. Vieles davon war selbsterklärend, aber beim ersten Mal erfordert es einiges an Zeitaufwand bis die eigenen Ideen tatsächlich umgesetzt sind. Die klare Strukturierung des Vortrages im Vorfeld, kurze und knappe Inhalte und die Bilderauswahl waren zuerst notwendig, um meine Ideen in Prezi zum Leben zu erwecken. Zum Glück gibt es zahlreiche OER Bilder, die nicht kostenpflichtig sind. Für mich hat sich der Zeitaufwand auf alle Fälle gelohnt. Und die Begeisterung ist nach wie vor vorhanden.“ (Monika Tröppner, kontakt (at) life-potential.de  )

„Mein absoluter Hit ist Google Hangout. Viele kennen Skype, das hatte ich vorher auch benutzt. Doch die Vorteile von Google Hangout sind für mich derzeit unschlagbar. Ich kann mich in einer Gruppe bis zu 25 Personen austauschen. Angenehm ist, dass man sich gegenseitig sieht und wirklich miteinander im Gespräch ist. Mittlerweile mache ich nicht nur Meetings sondern auch Coaching in dieser Form. Hangout ist derzeit unschlagbar. Ich kann jederzeit meinen Bildschirm teilen, um beispielsweise mit einem Ausschnitt aus einer Präsentation etwas konkreter erläutern. Die Projekt- oder Arbeitsgruppe hat mit Google Doc die Möglichkeit, gemeinsam an einem Dokument zu arbeiten, ohne lästiges Herunterladen, Schreiben, wieder hochladen. Die Änderungen sind für alle sichtbar. Und für schnelle Protokolle sorgt der Chat, indem die wichtigsten Punkte während der Besprechung festgehalten werden – und danach sofort wieder allen zur Verfügung stehen. Solange nichts Besseres kommt, werde ich gerne so weiter arbeiten.“ (Ursula Widmann-Rapp, info (at) widmann-rapp.de )

Meine Telefonnummer zuhause? Keine Ahnung. Ich soll mir den Termin aufschreiben? Ich kann ihn gerne eintippen, denn ich organisiere und kommuniziere überwiegend digital. Einen Kalender oder eine Todo Liste habe ich nicht mehr auf Papier, dafür habe ich eine App (Kalender fürs Iphone) und die synchronisiert sich auf allen meinen Geräten (Smartphone, Tablet) oder ist zumindest auch über die icloud anzusteuern. Auch die Kommunikation erfolgt noch eher selten klassisch über das Telefon, die Nummer meines Festnetzanschlusses kenne ich eigentlich gar nicht mehr. Verabredungen und Meetings werden, wenn nicht über Mail, meist über Whats App oder den Facebook Messenger getroffen. Die Veränderung der Kommunikation ist für mich ein wichtiger Bestandteil der digitalen Welt.“ (Dr. Sandra Niedermeier, info (at) sandra-niedermeier.de )

 

Vielen Dank an alle Mitwirkenden.

Autor: Gemeinschaftssammlung der Fachgruppe Digitales

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